Kalenderblatt:  Vor 35 Jahren begann der Aufbau der Raumstation MIR

Credit: ZPK

Moskau,  20. Februar 2021 —   Mit dem Start des Basis-Blocks vom Kosmodrom Baikonur hat die damalige Sowjetunion am 20. Februar 1986 den Bau des Orbitalkomplexes MIR begonnen. Mit seinen letztendlich sieben Modulen war er die größte kosmische Struktur des 20. Jahrhunderts. In ihr haben bis zum gezielten Absturz am 23. März 2001 104 Raumfahrer aus 11 Staaten und  der Europäischen Weltraumorganisation ESA  gearbeitet. Dazu gehörten auch vier Deutsche:  Klaus-Dietrich Flade,  Ulf Merbold,  Thomas Reiter und Reinhold Ewald. Sie alle wurden auch von Sigmund Jähn auf ihre Missionen vorbereitet,  der 1978 als DDR-Bürger als erster Deutscher mit seinem sowjetischen Kommandanten Waleri Bykowski zur Raumstation Salut-6 geflogen war. Im geeinten Deutschland fungierte er als Berater für das heutige Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die ESA.

Der MIR-Komplex hatte eine Masse von mehr als 140 Tonnen. Davon entfielen etwa 11,5 Tonnen auf wissenschaftliche Apparaturen,  die aus 27 Ländern stammten und mit denen mehr als 23.000 Experimente durchgeführt wurden,  wie aus einer Statistik der GK Roskosmos hervorgeht. Im Laufe der Jahre arbeiteten 62 Ausländer in der Station,  darunter 44 Amerikaner. Zehnmal legten Shuttles an.

Zu den bemerkenswertesten Weltrekorden,  die in der Station aufgestellt wurden,  gehört der des Arztes und Kosmonauten Waleri Poljakow. Er verbrachte am Stück 437 Tage im All. Das wurde von vielen Experten als Selbstversuch eines Marsfluges gewertet.

© Gerhard Kowalski

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