Di. Mrz 5th, 2024

Moskau, 29. Januar 2024 – Russlands Präsident Wladimir Putin macht sich offensichtlich große Sorgen um die Satellitenproduktion in seinem Land, die noch in den Kinderschuhen steckt. Dabei geht es speziell um die Rolle der jungen Generation bei der Entwicklung moderner Raumfahrttechnik. Deshalb habe er Ministerpräsident Michail Mischustin angewiesen, bis zum 1. Juli die allgemeinen Bildungseinrichtungen und Hochschulen sowie die GK Roskosmos in das geplante Projekt zur Schaffung nationaler kosmischer Dienstleistungen, Technologien und Erzeugnisse einzubeziehen, wie es auf der Webseite des Kreml heißt. Im Mittelpunkt stehe insbesondere der Bau kleiner Satelliten in speziellen Forschungskomplexen unter maßgeblicher Beteiligung junger Wissenschaftler. Daran könnten auch interessierte ausländische Bürger und Organisationen teilnehmen.

Hintergrund der Forderung Putins ist das Unvermögen der russischen Industrie, dringend erforderliche Satelliten zu bauen. Derzeit reichen die Kapazitäten nach offiziellen Angaben theoretisch nur für 40 Stück pro Jahr, von denen aber nicht einmal die Hälfte gefertigt wird. Deshalb wird jetzt mit Hochdruck am Aufbau einer Serienproduktion gearbeitet. Dafür stehen in den kommenden drei Jahren 240 Milliarden Rubel zur Verfügung. Ziel ist es dabei nach Angaben des Chefs der Raumfahrtbehörde Juri Borissow, die derzeitige nationale Satellitenflotte bis 2036 auf das Fünfzehnfache auszubauen.