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Moskau, 17. Mai 2024 – Das Raketenzentrum RKZ Progress in Samara an der Wolga führt Gespräche mit einer Reihe ausländischer Staaten über den Bau von Kosmodromen auf deren Territorium. Das hat Generaldirektor Dmitri Baranow der Nachrichtenagentur TASS am Freitag in einem Interview gesagt. Um welche Länder es sich dabei handelt, wurde allerdings nicht mitgeteilt. Baranow verwies lediglich darauf, dass vielen ausländischen Spezialisten die Vorzüge der Raketentechnik russischer Produktion bewusst seien. Zur Begründung der Gespräche betonte er, dass die Europäische Weltraumorganisation ESA die Zusammenarbeit mit Russland eingestellt habe. Im März 2022 seien die Starts russischer Raketen vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana verboten worden.

Der Generaldirektor teilte ferner mit, dass sein Unternehmen derzeit die Anfragen privater und staatlicher ausländischer Auftraggeber nach dem Bau von Satelliten bearbeite. Das Interesse gelte dabei besonders den Satelliten der Serie Aist-2T, mit denen stereoskopische Aufnahmen von der Erde gemacht werden können.