So. Jul 21st, 2024

Moskau, 2. Juli 2024 – Der Generaldirektor der GK Roskosmos, Juri Borissow, hat den Zeitplan für den Bau der künftigen Russischen Orbitalstation ROS bestätigt. Die Station und die dafür erforderliche Infrastruktur werden von 2027 bis 2033 errichtet, teilte die Luft- und Raumfahrbehörde am Dienstag mit. Als erstes Element soll 2027 das Wissenschaftlich-Energetische Modul (NEM) gestartet werden. Ihm folgen bis 2030 ein universelles Verbindungs-, ein Schleusen- und ein Basismodul. Diese vier Module bilden den Kern der Station. In einer zweiten Etappe ist dann von 2031 bis 2033 deren Erweiterung durch die Ankopplung von zwei Zielmodulen (ZM1 und ZM2) geplant. Als Trägerrakete fungiert die Angara-A5M. Der erste bemannte Start mit dem neuen Raumschiff Orjol soll Ende 2028 stattfinden. Das ganze Projekt soll 608,9 Milliarden Rubel kosten.

Die Idee für die Station wurde im April 2021 geboren. Das Projekt, das für die internationale Zusammenarbeit offen sein soll, diene der reibungslosen Fortsetzung des bemannten Raumfahrtprogramm Russlands nach dem Ausstieg aus der Internationalen Raumstation ISS sowie der wissenschaftlich-technischen Entwicklung, der Volkswirtschaft und der staatlichen Sicherheit, wie es heißt. Nach Auskunft von Chefkonstrukteur Wladimir Koshebnikow ist dabei auch der Einsatz der Künstlichen Intelligenz vorgesehen.